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Das Apriori-Prinzip

In unserer Gesellschaft werden Probleme nach dem Aposteriori-Prinzip gelöst. Das Aposteriori-Prinzip besagt, dass Ideen, Konzepte, Hypothesen zunächst völlig frei von jedem entwickelt und dann hinterher in einem öffentlichen Forum angenommen oder verworfen werden. Problemlösen ist zunächst subjektiv und wird erst in einem zweiten Schritt objektiviert. Das ist ein Ablaufschema, das uns allen durchaus geläufig ist.

Bedauerlicherweise kommen so nicht die besten Lösungen auf den Tisch, sondern nur die, die in den Augen bestimmter Leute entsprechend ihrer Persönlichkeit ihrer Veranlagung, ihrer Sozialisation oder ihres Weltbildes wünschenswert und vorstellbar sind.

Dem Aposteriori-Prinzip wird mit dem Apriori-Prinzip die „Neue Objektivität“ entgegengestellt. Ein Perspektivwechsel. Der Prozess selbst bekommt ein Mandat. Im Vordergrund steht jetzt der Prozess. Die Anwendung der Methode sorgt dafür, dass er sich optimal entfaltet und das Subjekt die Lösung nicht bestimmt, sondern sich in den Lösungsprozess integriert.

 

"Ich suche nicht, ich finde. Suchen ist das Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden, das ist das völlig Neue, das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer."


(P. Picasso)